Berlin Open 2015

EIN ERLEBNISBERICHT AUS SICHT EINES 09 SCHÜTZEN (VON JÜRGEN PASSGANG)

Warten auf den Start für CD

Das war ja die Sensation! Als ich an einem Freitag im November die Mail erhielt, das ich einen Startplatz bei den Berlin Open erhalten hatte, war die Begeisterung riesig. Da war doch mein Traum, einmal bei so einem internationalen Turnier mit den Topschützen der Welt an einer Linie zu stehen in Erfüllung gegangen. Also reisten meine Frau und ich am Freitag, den 11. Dezember nach Berlin. Damit das ganze Unternehmen auch entspannt angegangen werden konnte, war Bahnfahren angesagt. Nun ja (Shit happens) ich hab es mit knapp vier Stunden Verspätung noch knapp zum Check In geschafft.

Mein Wettkampf begann am Samstag um 8:15 Uhr morgens in Gruppe 2 auf Scheibe 6D. Meine Scheibe war international besetzt. Neben Johann Viljoen aus Südafrika und Kristian Isaksson aus Schweden war noch Thomas Breitbach aus Deutschland mit mir am Start.

Der Turnierstart war etwas holprig für mich, weil ich ja unbedingt meine Sportschuhe im Hotel lassen musste und sie erst kurz vorher per Dauerlauf holen konnte. Dabei habe ich festgestellt, dass eine Biathletenkarriere wohl nicht mehr drin ist. Bevor der Puls wieder in Ruhe war, sind die ersten beiden Passen schon im A... gewesen. Na denn Prost, das ist ja ein toller Anfang.

 

Aber es lief mit der Zeit immer besser. Ich konnte ja locker das Turnier angehen. Bei meinem Leistungsstand war das Ziel ganz klar. Nicht Letzter werden.

links neben mir mein Mitstreiter aus Südafrika (6C)

So konnte ich den ersten Durchgang mit einer Ringzahl von 269 abschließen. Nicht überragend aber auch nicht so katastrophal wie der Beginn es vermuten ließ.

Der zweite Durchgang begann gleich mit einem Highlight. Mit 30 Ringen war ich führend auf meiner Scheibe. Das konnte ich zwar nicht halten, aber es kamen noch einige 29er hinzu. Ein Wackler mit einem M als Folge brachte mich dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Am Ende war das Ziel, nicht am Ende zu stehen aber klar erreicht. Mit einer Ringzahl von 542 und Platz 132 von 141 Compoundern war ich doch zufrieden.

Nach dem Ende meines Wettkampfes hatte ich nun die Gelegenheit in den Gruppen 3 und 4 einige der Größen zu beobachten, die ich sonst nur auf Youtube bei ihren Wettkämpfen sehe.

Am Sonntag gab es als Trost für alle, die nicht unter den ersten 32 ihrer Bogenklasse waren, eine Runde "2nd Chance". Hier konnten die Erstplatzierten noch wertvolle Preise erringen. Auch für Zwischenergebnisse gab es noch etwas zu gewinnen. Das habe ich zwar nicht geschafft, aber auch hier war ein Platz noch deutlich vor der Roten Laterne drin.

 

inks im Bild Martin Damsbo, rechts Peter Elzinga

Am Sonntag Nachmittag fanden dann die Finals statt. Hier wurden die Platzierungen unter den Topschützen ausgemacht.

Für mich das beste Duell war der Kampf um Bronze in der Herren-Compoundklasse. Hier zeigte sich, dass Bogenschießen in erster Linie eine Kopfsache ist, bei der höchste Konzentration gefordert ist. Vor der letzte Passe lag Martin Damsbo (DK) mit 2 Ringen Vorsprung vor Peter Elzinga (NL). Eigentlich eine klare Sache und dennoch siegte der Niederländer mit einem Ring.

Das Finale im Compound gewann der Weltmeister Stephan Hansen aus Dänemark. Im Recurvefinale der Herren gab es einen rein deutschen Zweikampf den Florian Kahlund für sich entschied. So etwas live zu sehen war für mich schon ein tolles Erlebnis.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass so ein Turnier so richtig Lust auf Bogenschießen macht. Man lernt persönliche Höhen und Tiefen in einem so hochkarätigen Wettkampf kennen und nimmt eine Menge Erfahrungen mit in andere Meisterschaften. Die Atmosphäre in der Halle war super. Alle Schützen waren wie eine große "Familie". Die Organisation war sehr gut speziell das Catering (mmh). Ich werde es wieder versuchen und meinen Hut auch 2016 in den Ring werfen.

Das Finale im Compound gewann der Weltmeister Stephan Hansen aus Dänemark. Im Recurvefinale der Herren gab es einen rein deutschen Zweikampf den Florian Kahlund für sich entschied. So etwas live zu sehen war für mich schon ein tolles Erlebnis.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass so ein Turnier so richtig Lust auf Bogenschießen macht. Man lernt persönliche Höhen und Tiefen in einem so hochkarätigen Wettkampf kennen und nimmt eine Menge Erfahrungen mit in andere Meisterschaften. Die Atmosphäre in der Halle war super. Alle Schützen waren wie eine große "Familie". Die Organisation war sehr gut speziell das Catering (mmh). Ich werde es wieder versuchen und meinen Hut auch 2016 in den Ring werfen.